Sehnsucht Lago – Folge 15
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Durch die Jalousien fiel das Licht in scharfen Streifen auf die Rückwand des Büros, ein harter Kontrast aus Licht und Dunkel.
Ist erledigt, hatte Dimitri gemeldet, auf seine knappe Art. Hillmann wusste, warum er solche Kontakte pflegte. Genau dafür.
Jan hatte sich verkrochen, am Lago Maggiore, in irgendein Selbstmitleidsloch. Wie ein lächerlicher Teenager, nicht wie ein Fußballprofi mit Vertrag. Dieses ganze Gerede von wegen: „Ich kann das nicht mehr. Ich hab viel nachgedacht.“ Was auch immer.
Hillmann hatte seinen Zug gemacht. Heute, spätestens morgen würde Jan anrufen. Reumütig, bereit zur Rückkehr. Hierher, wo er hingehörte. Jan hatte keine andere Wahl. Chaos geordnet, Wogen geglättet. In einem Geschäft voller Angeber und Blender zählten einzig Ergebnisse. Er hatte den Überblick behalten.
Der Espresso war längst kalt, das störte ihn nicht. Er trank die Tasse in einem Schluck leer. Dann nahm er das Handy wieder auf. Zeit zu zeigen, wer das Geschäft wirklich verstand.
„Hallo, Dietmar. Ich hab gute Neuigkeiten.“
„Und?“
„Wir müssen uns keine Sorgen mehr machen. Jan Riedel hat sich gemeldet. Er braucht ein bisschen Abstand und Ruhe, um sich zu sortieren. Er war mental einfach untendurch. Und es tut ihm sehr leid, dass er nichts gesagt hat – aber er konnte nicht.“
„Wann kommt er zurück?“
Schulz klang kontrolliert.
„Bald. In ein paar Tagen habt ihr ihn wieder. Auf jeden Fall wissen wir jetzt, dass sonst alles in Ordnung ist.“
„Ordnung?“ Schulz’ Stimme knallte scharf wie ein Peitschenhieb durch den Hörer. „Von was redest du? Riedel taucht mitten in der Saison ab! Einfach weg. Das ist keine Ordnung.“
Schulz schnaubte.
„Wir brauchen Spieler, auf die man sich verlassen kann. Die sich reinhauen, jeden Tag. Auf dem Platz und abseits davon. Und Riedel? Momentan null. Mit solchen Leuten baust du keinen Kader. Keine Strategie. Nichts. Das ist kein Ausrutscher. Das ist ein Schlag ins Gesicht – für den Verein, für die Mitspieler, für jeden, der hier seinen Job ernst nimmt. So etwas ist nicht tolerierbar. Punkt.“
Hillmann räusperte sich. Er zwang seine Stimme ruhig zu klingen. „Dietmar, wir haben ihn wieder. Denk dran, was alles hätte sein können.“
Schulz schwieg einen Moment.
„Ich hab dich gedeckt, weil ich keinen besseren Weg sah. Jetzt sorg dafür, dass Riedel zurückkommt. Meine Geduld ist am Ende.“
„Ich kümmere mich.“
„Tu das. Aber lass dir nicht zu viel Zeit. Die Welt dreht sich weiter. Und manchmal ist es zu spät.“
Schulz legte auf.
Kein Dank, kein Respekt, nicht einmal ein Hauch von Anerkennung. Schulz tat so, als wäre das selbstverständlich. Als könnte das jeder. Hillmann strich sich übers Kinn und spitzte die Lippen. Soll er nur. Früher oder später würde er es merken. Und außerdem – Schulz würde Jan nicht fallenlassen. Er hatte zu viel investiert. Er hatte Jans Transfer durchgesetzt, jetzt sein Verschwinden gedeckt. Jan Riedel war ein populärer Name. Ihn zu opfern hieße, sich selbst zu beschädigen. Der Druck, den Schulz machte, war nichts als heiße Luft.
Hillmann atmete durch.
Es ging doch nur um eines: Jan würde wieder spielen. Liefern. Und das würde er.
@janriedel_official
Der Weg zurück braucht manchmal etwas länger als geplant. Aber jeder Schritt zählt. Ich nehme mir gerade die Zeit, die ich brauche, um den nächsten richtig zu setzen – in engem Austausch mit den Medizinern und dem Team.
Danke für eure Geduld, eure Nachrichten und euren Support!
Ich freue mich darauf, euch bald wiederzusehen.
#janriedel #comeback #roadtorecovery
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